SGV 1 Deepwater Horizon & die U-69

Das Gedicht

Wir sind U-Bootfahrer, Waffentaucher,
Frauen und Männer der See.
Wir sind wenige
und ich bin einer davon.

Wir steigen hinab in die Tiefe ohne Furcht,
voller Neugier auf das Ungewisse.
Wir tun dies im Angesicht der Gefahren, die dort auf uns lauern.
Nicht jeder kehrt zurück,
dennoch steigen wir wieder hinab.

Denn wir sind U-Bootfahrer, Waffentaucher,
Frauen und Männer der See
und ich bin einer davon.

Bei Beerdigungen wird die letzte Zeile gegen "er/sie war einer/eine davon" ersetzt.


Inhalt

  1. Die Gründung
  2. Die Apokalypse
  3. Noah's Dove
  4. Regierung
  5. Kultur
  6. Religion
  7. Mutanten oder „Genetisch Veränderte"
  8. Kleidung
  9. Dienstgrade
  10. Waffen
  11. Jobs / Aufgaben
  12. Spielbare Archetypen
  13. Allgemeines
  14. Verhalten (ZDv)
  15. Kontaktdaten
  16. Anhang

1. Die Gründung

Die SGV 1, auch unter ihrem zivilen Namen "Deepwater Horizon" bekannt, wurde bereits wenige Jahre nach dem 2. Weltkrieg in Betrieb genommen. Vermutlich war sie ursprünglich eine Reaktion der EWG auf die Erkenntnis, dass Europa im Wettlauf ins Weltall nur auf einem unrühmlichen 3. Platz landen könnte. Daher beschloss man, auf einem anderen Gebiet sowohl den Sowjets als auch den USA zuvor zu kommen.

Das Projekt "Deepwater Horizon" war zuerst ein rein wissenschaftliches Projekt und bestand aus einer Konstruktion von mehreren miteinander verbundenen Containern, die nordwestlich der Shetlandinseln in der Norwegischen Rinne etwa 150 Meter tief am Meeresgrund verankert wurden. Zunächst wurde die Station von einer Handvoll Wissenschaftler bemannt, die Flora und Fauna sowie geologische Verhältnisse und Strömungen untersuchten.

Bereits im ersten Betriebsjahr entdeckte aber auch die Wirtschaft die Bedeutung des Projekts. Sehr schnell wurden beachtliche Mittel bereitgestellt, die Station in kürzester Zeit um ein Vielfaches ihrer ursprünglichen Form vergrößert und die Besatzung wuchs stetig an. Während die wirtschaftlichen Interessen vor allem in der Entdeckung und Ausbeutung von Bodenschätzen lagen, verlegte sich das wissenschaftliche Interesse zunehmend darauf, den Meeresgrund als Lebensraum zu erschließen. Zu diesem Zweck wurde "Deepwater Horizon" mit Wohnräumen für Familien, Gewächshäusern, einer Großküche, einer Krankenstation und einer Sporthalle aufgerüstet.

Die beachtlichste (und letztendlich wichtigste) Erweiterung fand statt, als sich das Militär in Gestalt der NATO in das Projekt einmischte: die Station wurde mit einem Dock ausgestattet, an dem bis zu fünf U-Boote festmachen konnten, um mit frischen Vorräten oder Mannschaften versorgt zu werden. Dabei wurden wiederum Lagerflächen angeschlossen und die Station erhielt ihre militärische Bezeichnung SGV 1 - Submarine Ground Vault 1.


2. Die Apokalypse

Als offensichtlich wurde, dass an der Oberfläche ein Ereignis bevorstand, welches die Zivilisation zu vernichten drohte, wurde ein weiterer Grund offenbart, warum die Station so fleißig finanziert und ausgebaut worden war: U-Boot Kapitäne erhielten den Befehl, VIPs aus ganz Europa, in erster Linie Politiker und Wirtschaftsgrößen, zu evakuieren und auf dem Meeresgrund in Sicherheit zu bringen.

Was genau dazu führte, dass dieser Befehl weitgehend unbeachtet blieb, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Vielleicht kamen die Boote zu spät, um die Zielpersonen aufzunehmen, vielleicht ignorierten die Kapitäne ihre Anweisungen aus Gründen der Menschlichkeit – auf jeden Fall brachten dutzende von U-Booten Flüchtlinge aus den Küstenregionen Europas zur "Deepwater Horizon": Männer, Frauen und Kinder.

Danach brachen sie noch einmal auf, diesmal mit der Aufgabe, Nahrungsmittel und Ausrüstung zu beschaffen, so viel wie nur möglich. Und dann ging die Welt unter.

Als klar wurde, dass weitere Missionen an die Oberfläche nicht mehr möglich waren, legte man die noch intakten U-Boote auf dem Meeresgrund still und verband sie mit der Kernstation, so dass sie zu weiteren Lebensräumen für die überbevölkerte Station wurden.


3. "Noah's Dove"

a) "Noah's Dove" 1 & 2

Drei Jahre nach dem Knall wurde eines der U-Boote flottgemacht und zur Oberfläche geschickt, um zu prüfen, ob eine Rückkehr schon möglich sei. Die Mission wurde in Anlehnung an die biblische Erzählung der Sintflut "Noah's Dove" genannt. Das Boot kam nie zurück.

Nach zehn Jahren startete ein weiteres Boot. Auch dieses ging spurlos verloren.

Spätestens nach diesem Fehlschlag begann unter der Bevölkerung der Station ein Prozess, der dazu führte, dass man tatsächlich die "Deepwater Horizon" und den Meeresgrund als Heimat betrachtete.

Natürlich verlief dieser Prozess nicht reibungslos. Die Geschichten, die aus dieser Zeit geblieben sind, berichten von Depressionen, Suiziden und Gewaltausbrüchen. Das Überleben der Station muss zeitweise auf der Kippe gestanden haben, nicht wegen der Versorgung, sondern wegen der mentalen Einstellung der Bewohner.

b) "Noah's Dove" 3 & die Maßnahme "Blackout"

30 Jahre nach der Apokalypse hatten sich die Bewohner in zwei verfeindete Lager aufgespalten, zwischen denen es wohl auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam. Die einen hatten sich damit abgefunden, auf dem Meeresgrund zu leben. In der Tat gab es zu diesem Zeitpunkt schon eine stattliche Anzahl von Menschen, die auf der Station geboren worden waren und niemals die Welt über Wasser mit eigenen Augen gesehen hatten. Für diese war es natürlich sehr viel leichter, sich mit dieser Vorstellung anzufreunden. Die andere Fraktion erzog ihre Kinder in Vorbereitung auf die Rückkehr an die Oberfläche und auf das feste Land.

Im Jahre 33 brach eine offene Meuterei aus. Offenbar hatte eine an Bord grassierende Seuche, die einige Todesopfer forderte, den Auftauchern ausreichend Rückenwind gegeben. Man proklamierte, die Seuche sei ein Zeichen des Herrn, dass die Zeit unter Wasser nun zu Ende gehen müsse, und bezichtigte die Opfer von "Noah's Dove" 1 und 2 des Verrats: sie hätten sich schon längst an der Oberfläche niedergelassen und würden dort in einer Art Schlaraffenland leben und sich über die Zurückgelassenen lustig machen.

Schließlich kaperten sie gewaltsam drei U-Boote, nannten sich "The True Dove" und verließen die Station mit dem Versprechen, die "Verräter" zu bestrafen und dann zurückzukommen und alle zu retten. Die Boote waren beim Aufbruch völlig überbelegt, und darüber hinaus hatten die "True Dove"-Anhänger als "Zeichen des Glaubens" nur ein Minimum an Proviant und überhaupt keine Ausrüstung außer einer beachtlichen Anzahl Waffen mitgenommen.

523 Menschen und drei U-Boote sind seitdem verschollen.

Als Reaktion auf diese Katastrophe beschloss der Rat der "Deepwater Horizon" die Maßnahme "Black Out". Es wurde befohlen, alle Aufzeichnungen, die den Weltuntergang betrafen, zu vernichten. Was immer es war, an Bord heißt es nur noch "Das Ereignis" oder "The Happening". Alles Wissen über die Umstände, die es herbeigeführt hatten, und die vorher herrschenden sozialen, wirtschaftlichen und politischen Strukturen wurde vernichtet, sowohl die offiziellen Logbücher und Berichte als auch alle privaten Aufzeichnungen, denen man habhaft werden konnte. Man wollte um jeden Preis verhindern, dass noch einmal die Sehnsucht nach dem Land zu einer derartig verzweifelten Lage führen würde. Von diesem Ausgangspunkt entwickelte sich über ein Jahrhundert lang eine kleine, aber äußerst erfolgreiche Zivilisation am Meeresgrund.

c) "Noah's Dove" 4 & die U-69

Ein Gesetzesabschnitt der Vault schreibt die ständige Begutachtung und Beurteilung der Station vor. Gemäß dieser Richtlinie stellte der Rat im Jahr 163 fest, dass die reibungslose Funktionalität der Station unter das kritische Maß gesunken ist: es steht zu erwarten, dass in 80 bis 100 Jahren lebenswichtige Maschinen irreparable Schäden aufweisen werden. Daher wurde, wie es im Gesetz festgeschrieben ist, eine vierte und letzte Noah-Mission gestartet. Die U69, ein deutsches Typ XXI U-Boot, wurde flottgemacht und brach mit einer 50-köpfigen Besatzung aus ausgelosten Freiwilligen auf. Die Besatzungsmitglieder mussten ausgelost werden, da sich buchstäblich jedes diensttaugliche Mitglied der Vaultgemeinschaft für die Mission freiwillig gemeldet hatte.

Die U69 landete 10 Tage nach Beginn der Mission, aufgehalten von kleineren Problemen, in der Nähe der Überreste von Cuxhaven. Dort traf die Besatzung auf Siedler, von denen sie zum ersten Mal nach über 120 Jahren wieder Nachrichten von der Welt erhielten.

Während das Boot umgehend mit einer Rumpfmannschaft zur Station zurückgesandt wurde, machten sich Teile der Besatzung daran, die Umgebung weiter zu erkunden und einen Brückenkopf zu errichten.

Bei der Rückkehr nach Cuxhaven brachte die U-69 klare Anweisungen für ihre Forschungsmission zur Mannschaft: Erkundung des Kontinents, Kontaktaufnahme mit Handelspartnern und möglichen Verbündeten, Beschaffung von Ersatzteilen, Nahrung und Wissen, um das Überleben der SGV1 zu sichern.

Man sagt, dass einige der kleinen Aufklärungsteams schon bis in die Nähe der großen Stadt Angel Falls gelangt sein sollen ...


4. Regierung

Die SGV 1 wird demokratisch regiert. Die Station ist in fünf kulturbewahrende Segmente (Großbritisches, Französisches, Skandinavisches, Deutsches und Iberisches Segment) und fünf funktionale Segmente (Energie und Versorgung, Humanbiologie und Medizin, Nautische Einsatzbereitschaft, Geologie und Tiefseeforschung sowie Kunst, Gesellschaft und Geschichte) aufgeteilt. Jedes Segment hat 2 Sitze im Rat, je einen für den zivilen und den militärischen Vertreter.

Jedes Besatzungsmitglied, das 50 Stimmen auf sich vereinen kann, kann in den Rat gewählt werden. Wenn aus einem Segment mehr als 2 Vertreter antreten, gibt es eine Stichwahl.

Der Rat kann verbindliche Gesetze für alle Segmente erlassen. Alle Anträge von Besatzungsmitgliedern werden verlesen und ausdiskutiert. Damit ein Gesetz erlassen werden kann, müssen sich alle Ratsmitglieder einig sein.

Oberhaupt des Rates ist der Admiral, wobei die militärische Bedeutung des Begriffs schon seit langer Zeit verloren ging: Admiral bedeutet so viel wie Präsident. Seine Stimme zählt doppelt, das bedeutet, er kann den Widerstand eines anderen Rates zunichtemachen und so im Zweifelsfall verhindern, dass ein einzelner Querulant Entscheidungen blockiert.

Der zweitwichtigste Rang im Rat (ebenfalls ohne die militärische Bedeutung) ist der Konteradmiral: Er hat keine Stimme, seine Aufgabe ist es, IMMER die Gegenposition zur vorherrschenden Meinung im Rat zu beziehen und mit größter Sorgfalt zu vertreten. Dadurch soll wiederum verhindert werden, dass unüberlegte Gesetzesentwürfe zu Fehlentscheidungen führen.

Durch diese Regierungsform dauert es meist sehr lange, bis ein neues Gesetz verabschiedet wird. Aber wenn es auf der "Deepwater Horizon" eines im Überfluss gibt, dann ist es Zeit.

Auf der "Noah's Dove"-Mission ist das natürlich anders. Dies ist eine militärische Operation, daher haben der KaLeu und Oberleutnant das Sagen, müssen ihre Entscheidungen aber nach Abschluss der Mission vor dem Rat begründen.


5. Kultur

In den fünf kulturbewahrenden Segmenten der Station versucht man, das Wissen und die Bräuche, soweit diese die Maßnahme "Black Out" überstanden haben, am Leben zu erhalten in Vorbereitung auf die Zeit, in der man Europa neu besiedeln und die alten Kulturen wiederherstellen kann. Dies bezieht sich auf fast alle Lebensbereiche, von den Kinderliedern bis zur Nahrungszubereitung. Daher gibt es relativ unterschiedliche Arten, auf dieser einen Station aufzuwachsen: urig-deutsch, erhaben britisch, französisch elegant, ...

Alle Bewohner genießen eine ausführliche Schulbildung. In der Regel ist für ein Kind eine Schulzeit von 14 Jahren vorgesehen, beginnend mit dem 3. Lebensjahr. Man unterrichtet die Grundrechenarten, mindestens zwei Sprachen (Englisch als offizielle Sprache der Station und die Muttersprache des Geburtssegments), Lesen und Schreiben und verschiedene naturwissenschaftliche oder mathematische Grundlagen. Jeden Tag werden mindestens zwei Stunden der Gymnastik und Körperertüchtigung gewidmet. Die letzten 4 Jahre sind als Lehre zur Vorbereitung auf die zukünftigen Aufgaben gedacht.

Im Laufe der 14 Jahre lernt jedes Kind die Lebensweisen jedes Segmentes durch ausgiebige "Schüleraustauschprogramme" kennen, um Vorurteilen vorzubeugen.

Am Ende der Schulzeit treten die Jugendlichen in eines der fünf funktionalen Segmente ein, die sowohl bestimmte Räume der Station bezeichnen als auch eine Art von Gilden bilden. Dort erfolgen weitere Ausbildungen und Spezialisierungen.

Um der Langeweile entgegen zu wirken, wird auf der Deepwater Horizon viel gespielt. Ständig finden sowohl Schach- als auch Kartenspielwettbewerbe statt und einmal im Jahr gibt es eine große Partie 5er-Mensch-Ärgere-dich-nicht, in dem die fünf kulturbewahrenden Segmente gegeneinander antreten. Dieses Ereignis wird in der ganzen Station mit Spannung verfolgt.

Das Spiel dient nur zum Zeitvertreib, um persönlichen Besitz zu spielen ist verboten.

In der großen Messe im Kerntrakt finden regelmäßig Tanzveranstaltungen, Vorlesungen und musikalische Darbietungen statt, auch werden dort alle wissenschaftlichen Neuerkenntnisse ausgiebig vorgestellt.

Durch die Notwendigkeit einer strikten Geburtenkontrolle hat man sich auf der Station angewöhnt, Liebe, Sex und Fortpflanzung getrennt zu betrachten: Die Person mit der man zusammenlebt, ist nicht zwingend die Person, mit der man auch Sex hat, und die Person, mit der man ein Kind zeugt, ist nicht zwingend auch die, die man liebt.

Die Kindererziehung liegt größtenteils in den Händen der Lehrer und Lehrerinnen, die Familie spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Männer und Frauen sind in allen Bereichen gleichberechtigt.

Gewalt ist auf der Station, trotz der militärischen Wurzeln, generell verpönt. Im Sportunterricht wird zwar Boxen und Ringen gelehrt, und wer sich für eine Laufbahn im militärischen Bereich entscheidet, wird auch in Taktik, Bordkampf und in der Theorie des Schusswaffeneinsatzes unterwiesen, aber dies alles wird entweder sportlich oder wissenschaftlich betrachtet. Ein anderes Mitglied der Gemeinschaft mutwillig zu verletzen, gilt als schwere Straftat und kann schlimmstenfalls mit der Änderung des Status auf GV 0 bestraft werden, was den Ausschluss von allen Bürgerrechten und das Risiko der Todesstrafe bedeutet.

Die Sprache und Kultur der SGV1 ist militärisch traditionell maritim geprägt. So sind viele Wörter maritimer Natur. Siehe auch das Wörterbuch im Anhang.

Eine weitere Eigenheit des militärischen Personals ist es, dass voreinander nicht salutiert wird. Da es früher so üblich war, dass man unter Deck nicht salutierte, ging diese Tradition somit verloren. Allerdings sind andere Traditionen durchaus noch üblich. Disziplin, Ordnung und das "Strammstehen". Ebenso ist es üblich, dass in größeren Gruppen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften ihre eigenen Messen (Essensräume) haben.

Seit Generationen gibt es regelmäßige Banddurchsagen des Computers, in denen vor "der roten Versuchung", "dem roten Teufel aus dem Osten" oder schlicht "dem bösen Roten aus dem Osten" gewarnt wird. Es ist ins Blut der Bewohner übergegangen, allerdings weiß niemand mehr, was es bedeuten soll. Die Farbe Rot gilt als böse und schlecht und wird ausschließlich als Warn- und Alarmfarbe verwendet.


6. Religion

Die Religion spielt auf der SGV1 eher eine untergeordnete Rolle. Was noch übrig ist, ist ein abgespecktes Christentum, ohne Aufteilungen in katholisch oder evangelisch. Aufgrund von Missverständnissen und Fehlinterpretationen wurde aus Vater, Sohn und heiligem Geist Vater, Sohn und heilige Mutter.

Es gibt die Funktion des Pastors, die von beiden Geschlechtern ausgeführt wird. Dabei handelt es sich eher um eine Lebensberatung und Sozialarbeit, bei der Glaubensfragen nur eine Nebenrolle spielen.

Es ist gebräuchlich, vor Beginn einer Aufgabe ein kurzes Gebet zu sprechen, um die Klabautermänner zu vertreiben, die zum an Bord verbreiteten Aberglauben gehören.

Auch ist es üblich, sich beim Anblick von etwas Rotem 3x an den Kopf, Frauen auch an die Brust oder auf sein Klopfholz zu klopfen (da es auf der Station kein Holz gibt...)

Andere Glaubensrichtungen sind zurzeit unbekannt.


7. Mutanten oder "Genetisch Veränderte"

Mutationen sind auf der Deepwater Horizon nicht sehr verbreitet, aber auch nicht ungewöhnlich.

Etwa jedes 20. Besatzungsmitglied weist genetische Veränderungen in verschiedenen Ausprägungen auf. Da die Gesellschaft in der langen Isolation gelernt hat, keine Talente zu verschwenden, stehen den Mutanten, die als diensttauglich eingestuft werden, alle Bildungs- und Berufswege offen, die sie einzuschlagen wünschen.

Man nennt sie an Bord "GV", ausgesprochen "Gevau" (Genetisch Verändert), oder in besonderen Fällen Fortgeschrittene oder "Effie", nach dem Stempel in der Personalakte.

GVs trifft nur eine Einschränkung: sie müssen sich, je nach Grad der Mutation, monatlich, wöchentlich oder gar täglich einer ärztlichen und psychologischen Untersuchung unterziehen. Dabei werden Veränderungen und Auswirkungen genau festgehalten und immer wieder aufs Neue die Diensttauglichkeit überprüft.

Man unterscheidet folgende Stufen:

Die häufigen Überprüfungen sind nicht als Schikane gedacht, sondern dienen der Erforschung des Phänomens. Man sucht Möglichkeiten, erwünschte Effekte zu fördern und zu kopieren, unerwünschte zu beseitigen, früh zu erkennen oder zu heilen. Die Einstufung kann nach jeder Überprüfung verändert werden, wenn z. B. ein GV lernt, ein zusätzliches Glied aktiv einzusetzen, wird er von GV 1 zu GV 2, wenn ein GV aufgrund seiner Mutation Fertigkeiten einbüßt oder gar dem Wahnsinn verfällt, wird er zu GV 0.

Sowohl die Wissenschaft als auch die Mutanten hoffen darauf, einen genetischen Fortschritt zu entdecken, der ein besseres Leben unter Wasser ermöglicht: Schwimmhäute, Kiemen, erhöhtes Lungenvolumen, Möglichkeiten im Dunkeln zu sehen, aber auch alle anderen Veränderungen, die einen Mutanten besser machen als das Standardmodell Mensch, bekommen den Zusatz "F" für Fortgeschritten.

Es gab Versuche von Zuchtprogrammen, diese wurden allerdings immer nach kurzer Zeit eingestellt, da sich kein nachweisbarer Erfolg einstellen wollte. Was davon noch geblieben ist, ist die Tatsache, dass GV 0 Patienten sich nicht fortpflanzen dürfen.

Mutanten, die als Sicherheitsrisiko für die Vault oder deren Bewohner eingestuft werden, können vom Rat zum Tod verurteilt werden. Glücklicherweise war dies bereits seit einigen Jahrzehnten selten nötig.


8. Kleidung

Alle Bewohner tragen die für Vaults typischen Overalls. Die Overalls der Mitarbeiter im Militärdienst sind marineblau oder orange (Rüstungsträger z. B: S.M.U.R.F.), die der Zivilisten grau oder beige. In jedem Fall verläuft ein breiter, grüner Streifen entlang der Seitennähte von der Achsel bis zum Knöchel und vom Schulteransatz bis zum Handgelenk.

Auf der rechten Brust ist, ebenfalls in Grün, der Code des Heimatsegments aufgedruckt:

| Segment | Code |
|---|---|
| Iberisches Segment | (IB) |
| Britisches Segment | (GBT) |
| Deutsches Segment | (GER) |
| Französisches Segment | (FRA) |
| Skandinavisches Segment | (SKA) |

Die Schulterklappen bzw. die Schulternaht zeigen den Farbcode des funktionalen Segments:

| Funktionales Segment | Farbe |
|---|---|
| Energie und Versorgung | Gelb |
| Humanbiologie und Medizin | Weiß |
| Nautische Einsatzbereitschaft (Militär) | Orange |
| Geologie und Tiefseeforschung | Grau |
| Kunst, Gesellschaft und Geschichte | Hellblau |

Die zivilen Kombis tragen den Rückenaufdruck:

Deepwater Horizon
SGV1

Die Militärkombis tragen auf dem Rücken den Schriftzug:

SGV1
U 69

bzw. eine andere Bootsnummer oder den Code des Einsatzbereiches.

Auf dem linken Unterarm kann die Berufsbezeichnung vermerkt werden (Grün, Schriftart "Stencil").

Namensschilder werden auf jedem Oberbekleidungsstück getragen. Der Militärdienst trägt auf der linken Brust das Namensschild (Gelb auf Blau), Zivilisten tragen das Namensschild (farbgleich) rechts oder links, je nach Overall.

Namensschilder kann man recht günstig z.B. unter bw-online-shop.com bestellen. Bitte hier nur blaue mit gelber Schrift bestellen! Oliv, Flecktarn oder Blau mit weißer Schrift ist hier nicht erwünscht.

Die Klamotten dürfen auf Vault-Bewohner Niveau sauber sein, wegen des vorwiegend militärischen Hintergrundes sollte sie nicht allzu zerrissen sein. Das größte Schmutzproblem auf der Station ist die Feuchtigkeit, also wird die Kleidung in erster Linie Stockflecken aufweisen, bei den entsprechenden Berufsgruppen typische Verschmutzung (Ölflecken für Maschinisten, säuregebleichte Stellen bei den Laborarbeitern etc.)

Natürlich ist alles uralt, das heißt, die Flicken auf den Flicken haben Flicken ... und natürlich wird der lange Marsch nach Angel Falls / Lost Vegas auch Spuren hinterlassen haben ...

Die Kopfbedeckung ist eine deutsche Unteroffiziers- oder Offiziers-Marineschirmmütze. Über dem Overall wird eine weiße Feldjägerkoppel getragen. Als Schuhwerk eignen sich am besten Springer-, Kampf- oder sonstige Stiefel, in denen man einen guten Halt hat.

Als Winterkleidung kann man Marinepullover und/oder Marinemantel / Bordjacke bzw. einen Kolani tragen. Diese sind entsprechend dem Overall zu gestalten.

Jeder trägt an seinem Overall, Koppel oder Gürtel ein Klopfholz. Ein Stück Holz auf das man klopft, wenn man Glück braucht oder etwas Böses abwehren will.

a) Schutzausrüstung

Lebensrettende Materialien sind an Bord eines Schiffes in der Regel leuchtend orange (signalfarben). Die Bewohner der SGV 1 sind der Überzeugung, dass sämtliche Materialien, die dem Schutz des eigenen Lebens dienen, durchgehend signalfarben sein sollten. Daher sind auch die schusssichere Weste, Splitterschutzweste, Helme, etc. in Signalfarbe lackiert und gefärbt. Achtung: wir meinen 60er-Jahre Straßenpylonen Orange, kein Neon-Müllkutscherorange!

Auf der Rückseite der Weste befindet sich folgender Schriftzug in der typischen Marine Schriftart "Stencil":

SGV1
U 69

Regenschutz ist ein quietschgelber "Friesennerz", als Kopfbedeckung ist der Südwester gebräuchlich.

Anstelle von Gasmasken trägt man SCUBA mit Volltauchmaske (hierzu wendet euch bitte an Jan Schünemann).


9. Dienstgrade

Als Dienstgrad ist alles bis einschließlich Kadett spielbar. Kapitänleutnant und Oberleutnant werden vorerst nur von den OT-Gründern der SGV 1 gespielt.

Mannschaften und Unteroffiziere:

| Abzeichen | Dienstgrad |
|---|---|
| ◼ | Gast |
| ◼❑ | Matrose |
| ◼◼ | Voll-Matrose |
| ◼◼❑ | Maat |
| ◼◼◼ | Bootsmann |
| ◼◼◼❑ | Hauptbootsmann |
| ◼◼◼◼ | Stabsbootsmann |

Offiziere:

| Abzeichen | Dienstgrad |
|---|---|
| ▲ | Kadett |
| ▲▽ | Leutnant |
| ▲▲ | Oberleutnant |
| ▲▲▽ | Kapitänleutnant |
| ▲▲▲ | Kapitän (politischer Rang, nur in der Vault) |
| ▲▲▲▽ | Konteradmiral (politischer Rang, nur in der Vault) |
| ▲▲▲▲ | Admiral (politischer Rang, nur in der Vault) |

Warrant Officer: Diese Soldaten sind am ehesten mit Offizieren des militärfachlichen Dienstes in der Bundeswehr zu vergleichen. Sie sind auf ihrem Gebiet eingesetzte Spezialisten mit ähnlichen Befugnissen wie ein regulärer Offizier, jedoch nur in ihrer Fachverwendung. Dieser Dienstgrad ist vorerst den Zivilisten vorbehalten. Diese tragen das Abzeichen ihres Dienstes in Silber oder Gold als Schulterklappe auf der linken Seite. Dabei wird zwischen dem "Facharbeiter" (das entspricht einer 3 bis 4-jährigen Ausbildung / Umschulung), dieser trägt Silber, und dem "Studierten" (mindestens 5-jährige intensive Ausbildung / Studium), der Gold trägt, unterschieden.

Die Schulterklappe hat als Grundfarbe die Farbe des funktionalen Segmentes. Beispiele (für die zivilen Schulterklappen an Patrick Künzel wenden).


10. Waffen

Hierbei ist darauf zu achten, dass die Waffen nicht überdimensioniert groß sind und / oder zu futuristisch aussehen. Ansonsten ist die Wahl hier frei.

In der Regel führt jeder Bewohner (auch die Zivilisten) ein Messer mit sich. Achtet bitte darauf, dass die Waffen einen gepflegten, aber gebrauchten Eindruck machen.

Schusswaffen wurden an die Teilnehmer der "Noah's Dove"-Mission ausgegeben. Aber da seit etwa 120 Jahren keiner mehr eine solche abgefeuert hat (Schießübungen in einem U-Boot / der SGV I sind doch relativ riskant und verbrauchen wertvolle Atemluft...), sind auch die Seesoldaten weder besonders fixiert noch sehr geübt damit. Vor allem die Autofeuerfunktion sollte am besten abgeschaltet bleiben – wir fühlen uns mit Einzelschuss sicherer.


11. Jobs / Aufgaben

Typische Jobs / Aufgaben sind zum einen die, die man auf Schiffen, bzw. auf U-Booten findet. Ordnung, Maschinisten, Sanitäter, Köche etc...

Des Weiteren gibt es noch besondere Aufgaben wie: Meeres-Biologen, Ingenieure, Geologen, Landvermesser, Kartographen, Chemiker, Biochemiker, Apotheker, Ärzte …

Diese Jobs sind sowohl für Zivilisten als auch für das Militär zugänglich. Dabei ist darauf zu achten, dass Helfer maximal Voll-Matrosen und die "Fachkräfte" Warrant Officer sind. Bei den Warrant Officern gibt es die Stufen Silber, das entspricht einer Ausbildung / Facharbeiter, und Gold, das entspricht dem Niveau eines Studiums.

Energie und Versorgung: Gelb

Funker, Köche, Elektriker, ...

Humanbiologie und Medizin: Weiß

Arzt, Chirurg, Sanitäter, Biologe, Genforscher, Psychologe, ...

Nautische Einsatzbereitschaft: Orange

Maschinisten, Ordnung, Brandtrupps, Aufklärer, Traditionsbewahrer, S.M.U.R.F.s, …

Geologie und Tiefseeforschung: Grau

Landvermesser, Kartograph, Meeresbiologe, Meeresgeologe, ...

Kunst, Gesellschaft und Geschichte: Hellblau

Sozialarbeiter, Künstler, Lehrer, Kulturforscher, Berichterstatter, …


12. Spielbare Archetypen

a) U-Bootleute

Auch wenn seit einem Jahrhundert kein Boot mehr von der SGV1 abgelegt hat: die U-Bootbesatzungen sehen sich als raue Seebären. Einschlägige Literatur wird in den letzten Ausbildungsjahren im Unterricht ausgiebig behandelt: die Meuterei auf der Bounty, Moby Dick, Master & Commander ...

Die Auszubildenden werden darauf gedrillt, jeden Handgriff im Schlaf zu beherrschen, den sie in einem tatsächlich fahrenden Boot auch können müssen.

Man findet hier Matrosen, Deckschrubber, ein oder zwei Köche, Medics, Elektriker, Techniker und Mechaniker, Funker (denkt an DKWDDK!!!) und die, die nichts können müssen: die Kommandooffiziere.

In ihrem Bewusstsein hält sich die Vorstellung, dass sie mit 5000 PS und 20 Torpedos eine schier unüberwindliche Macht sind. Und deshalb fühlen sie sich auf Schusters Rappen, meilenweit entfernt von den PS und Torpedos, nicht wirklich wohl. Selbstverständlich würden sie das NIE zugeben!

b) Forscher und Berater

Diese Gruppe ist neugierig wie junge Katzen. Sie haben sich der Mission angeschlossen, um ihr theoretisches Wissen endlich praktisch anwenden zu können, und um Neues dazu zu lernen.

Alle Berufe, die nicht direkt mit U-Boot Betrieb zu tun haben, werden durch zivile oder militärische Berater dargestellt: Sozialforscher, Mediziner, Chemiker, Künstler, Vermesser etc.

Wenn sie könnten, würden sie sich am liebsten sofort in alle Himmelsrichtungen zerstreuen, um ihren jeweiligen Forschungen Vorschub zu leisten. Wenn nur der KaLeu nicht dauernd mit dieser lästigen ZDv herum wedeln würde.

c) Erste Aufklärung / S.M.U.R.F.

1000 Watt im Arm und oben brennt kein Licht ... ist nicht ganz treffend aber nah dran für die erste Aufklärung. In dieser Einheit werden geeignete Individuen seit geraumer Zeit darauf vorbereitet, in einer feindlichen Umgebung potenzielle Gegner auszuspähen, Nachschub zu requirieren und Feinde zu eliminieren. So wie die Bootsleute ihr Schiff kennen, so können die Mädels und Jungs von der ersten Aufklärung ein Gewehr mit verbundenen Augen zerlegen und zusammensetzen. Natürlich hatten sie nie wirklich Gelegenheit, Schüsse über lange Distanzen, schleichen im Unterholz und dergleichen zu trainieren, aber man darf sie niemals unterschätzen: Jeder Einzelne von ihnen hat ein Dutzend Bücher über Kriegsführung, Taktik und Nahkampf gelesen.

Neuerdings gibt es in Anpassung an die Situation an Land die S.M.U.R.F.-Einheit "Super Mutant Uprising Response Force", eine hochgerüstete, gepanzerte Einheit mit teilweise experimenteller Ausrüstung. Diese trägt wie alle gepanzerten Einheiten Overalls in Orange.


13. Allgemeines

Wir sind grade aufgetaucht, nach 120 Jahren auf dem Meeresgrund. Das hat Auswirkungen! Zum Beispiel haben wir natürlich fundamentale Kenntnisse über alle Wetterphänomene. Wir haben in der Schule gelernt, wie Wolken, Regen und Wind entstehen. Aber gesehen, gehört oder gespürt haben wir das alles noch nie! Wir laufen also quasi ständig völlig begeistert, überrascht oder verängstigt durch die Gegend und STAUNEN. Panikattacken beim Aufenthalt unter freiem Himmel sind nicht obligatorisch, dürfen aber gerne ausgespielt werden. Alles was heller ist als ein Neonlicht erfordert den Einsatz von Sonnenbrillen und es ist immer zu laut!


14. Verhalten (ZDv)

ZDv 17/4 Operation "Noah's Dove"
Allgemeines Verhalten und Vorgehensweise während der Mission

a) Vorbemerkung

  1. Diese Dienstvorschrift legt die Verhalten- und Vorgehensweise der Operation "Noah's Dove" fest. Sie ist die grundlegende Vorschrift für den erfolgreichen Abschluss dieser Mission.

  2. In ihr finden sich die prinzipiellen Aussagen zum Selbstverständnis und des Handelns der Soldatinnen und Soldaten. Zentrales Element der Konzeption der Operation "Noah's Dove" ist das Leitbild vom "Vaultbürger in Uniform".

  3. Die ZDv Operation "Noah's Dove" gewährleistet, dass die Soldatinnen und Soldaten der Vault Teil der Gesellschaft sind, und verpflichtet das Militär zur Wahrung von Recht und soldatischer Ordnung. Sie prägt die Führungskultur des Militärs.

  4. Die ZDv 17/4 Operation "Noah's Dove" richtet sich an alle Angehörigen des Militärs, insbesondere an die Vorgesetzten. Ihre Aufgabe ist es, die ZDv auf vielfältigen Gestaltungsfeldern zur Wirkung zu bringen.

  5. Die Gesetzessammlung der Vault und die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit verpflichten das Militär, politische Geschehnisse und Zusammenhänge der Gegenwart zu beurteilen und ein angemessenes Traditionsverständnis zu entwickeln.

  6. Der Rat der "Deepwater Horizon", die im Aufgabenverbund Operation "Noah's Dove" zusammengeschlossenen Dienststellen und der Beirat für Fragen der Operation "Noah's Dove" stehen im ständigen Dialog. Sie beteiligen sich an der Weiterentwicklung der Operation "Noah's Dove", legen dem Admiral der "Deepwater Horizon" entsprechende Empfehlungen vor und wirken an der Umsetzung der Konzeption der Operation "Noah's Dove" mit.

  7. Der Rat der "Deepwater Horizon" gibt zu dieser Vorschrift eine Ausbildungshilfe heraus.

b) Inhaltsverzeichnis der Paragraphen

c) Die Paragraphen

§ 01 Nichteinmischung in innere Konflikte und Entwicklung

Beim Kontakt mit anderen Enklaven, die in der Entwicklung zurück sind und/oder sich in einem Konflikt mit einer anderen Partei befindet, ist es einem Mitglied der Operation "Noah's Dove" untersagt, sich in die Entwicklung / den Konflikt einzumischen, Hinweise über den Ozean, die U-Boote oder unsere Submarine-Ground-Vault zu geben.

§ 02 Schutz von in Gewahrsam genommenen, fortschrittlichen GV

Absatz 1
Unter keinen Umständen, außer um das Leben seiner Besatzung zu schützen, darf ein Offizier der Submarine-Ground-Vault 1 es zulassen, dass einem zur Untersuchung lebend oder tot in Gewahrsam genommenen, fortschrittlich genetisch Veränderten oder dessen Teilen vorsätzlich Schaden zugefügt wird, welches eine weitere Untersuchung unmöglich macht, außer wenn eine solche Handlung im Interesse des §1 benötigt wird.

Absatz 2
Es ist die Pflicht eines Offiziers, sich mit allen Hilfsmitteln seines Kommandos zu bemühen, lebende oder tote fortschrittlich genetisch Veränderte oder deren Teile zu beschützen, auch wenn er dabei sich selbst oder seine Besatzung in Gefahr bringt. Tätigkeit oder Untätigkeit, die indirekt einem lebenden oder toten fortschrittlich genetisch Veränderten oder dessen Teilen Schaden zufügt, ist eine gleichwertige Verletzung wie § 2 Absatz 1.

§ 03 Befolgung der Befehle Vorgesetzter

Absatz 1
Den Befehlen des kommandierenden Vorgesetzten ist unbedingt Folge zu leisten. Ausnahmen gelten nur, wenn der Befehl gegen die allgemeinen ethischen Grundsätze der SGV I, die ZDv oder den Selbstschutz verstößt.

Absatz 2
Alle Entscheidungen eines kommandierenden Vorgesetzten können nach Abschluss der Mission zur Prüfung dem Rat vorgelegt werden.

§ 04 Schutz der Submarine-Ground-Vault 1 Deepwater Horizon

Ein Besatzungsmitglied der Operation "Noah's Dove" soll seine gesamte Kraft einsetzen, um die Sicherheit der Submarine-Ground-Vault, dessen Vertreter, deren Verbündete und die U-Bootflotte zu beschützen, außer wenn diese Handlungen gegen die §§ 1, 2, oder 3 verstoßen.

§ 05 Selbstzerstörung des U-Bootes bei Verseuchung

Wenn das gesamte Bordpersonal eines U-Bootes umgekommen ist, oder am Ende von 24 Stunden durch eine Krankheit handlungsunfähig geworden ist, soll das U-Boot im tiefen Gewässer auf Grund gelegt werden, um andere U-Boote oder die Submarine-Ground-Vault vor der Verseuchung zu bewahren.

§ 06 Verantwortung und Strafverfolgung

Ein Besatzungsmitglied der U-Bootflotte ist unter den Gesetzen und Verordnungen der Submarine-Ground-Vault 1 und seiner Vertreter verantwortlich. Er ist sekundär der Bestrafung beziehungsweise Strafverfolgung durch Außenautoritäten für jede Verletzung der besagten Gesetze und Verordnungen unterworfen.

§ 07 Vertragsstellung und Hilfestellung für Vertragspartner

Ein Offizier der Submarine-Ground-Vault 1 soll bei Verträgen und Vereinbarungen der Submarine-Ground-Vault 1 und deren Verbündeten jede Hilfe oder Beistand zur Verfügung stellen, die von den Unterzeichneten der besagten Verträge und Vereinbarungen benötigt wird.

§ 08 Verbot der Informationsweitergabe an Feinde der Submarine-Ground-Vault1

Einem Besatzungsmitglied der Operation "Noah's Dove" ist es verboten, Feinde der Submarine-Ground-Vault 1 mit Informationen oder ähnlichem zu unterstützen, ebenso wie Gruppen, die eine Gefahr für die Sicherheit der Submarine-Ground-Vault 1, seine Vertreter oder Verbündeten darstellt.

Ohne sorgfältige Überprüfung und Feststellung des Gegenteils sind alle möglichen Begegnungen als solche zu betrachten!

§ 09 Gebührliches Benehmen

Ein Offizier soll nicht in ein ungehöriges oder ungebührliches Benehmen zurückfallen oder gegenüber anderen Menschen ein offensives oder belästigendes Verhalten zeigen.

§ 10 Verurteilung während der Operation "Noah's Dove"

Ein Besatzungsmitglied der Operation "Noah's Dove" kann von mindestens 3 Offizieren von Kommandorang durch ein Kriegsgericht verurteilt werden für Verbrechen, die er in Verletzungen von allgemeinen Paragraphen der Zentralen Dienstvorschrift oder von Gesetzen der Submarine-Ground-Vault 1 begangen hat.

§ 11 Kommandoübernahme bei Abwesenheit des kommandierenden Offiziers

In der Abwesenheit des kommandierenden Offiziers oder wenn dieser getötet, als untauglich oder unfähig betrachtet wird, soll der ranghöchste Offizier, auch wenn er nicht zum stehenden Bordpersonal gehört, das Kommando übernehmen.

§ 12 Verbot der Meuterei

Es ist einem Besatzungsmitglied der Operation "Noah's Dove" verboten, eine Meuterei gegen seinen Vorgesetzten anzuzetteln oder an ihr beteiligt zu sein.

§ 13 Pflichtentbindung

Ein Offizier kann jederzeit von seiner Pflicht entbunden werden, wenn er vom Bootsarzt oder von mindestens 2 Offizieren des Kommandostabes, die eine zuständige Prüfung durchgeführt haben, medizinisch oder psychologisch für untauglich befunden wird.

§ 14 Verbot des Transportes höchst gefährlicher illegaler Substanzen und / oder Waffen

Absatz 1
Einem U-Boot ist es verboten, irgendeine Substanz oder Fracht, die vom Rat als illegal und / oder höchst gefährlich betrachtet wird, oder eine Menge, die illegal ist, oder eine nicht vom Rat registrierte Waffe zu transportieren.

Absatz 2 Beschlagnahme von Waren
U-Boote sind bevollmächtigt, Siedlungen und Anlagen zu durchsuchen, welche verdächtig werden, brauchbares Material bewusst zurückzuhalten, welches dann beschlagnahmt werden kann.

§ 15 Hilfe für in der Entwicklung stagnierender oder fremdbeherrschter Siedlungen

Beim Kontakt mit einer Siedlung, die in ihrer Entwicklung oder Entfaltung keine Fortschritte macht, die beherrscht oder auf eine andere Art von Ortsfremden kontrolliert wird, darf ein Offizier Veränderungen in der sozialen Struktur vornehmen, mit dem Ziel, die besagte Siedlung auf den Kurs zum Fortschritt zu bringen.

§ 16 Vernichtung von lebenden oder toten GV oder deren Teile

Die Vernichtung eines oder mehrerer lebenden oder toten genetisch Veränderten oder deren Teile ist nur erlaubt, um einen Verstoß gegen §1 zu verhindern, und auch nur, falls keine andere Möglichkeit zur Verhinderung dieses Verstoßes zur Verfügung steht.

§ 17 Vernichtung der gesamten lebenden oder toten GV oder deren Teile einer Siedlung

Die Vernichtung der gesamten lebenden oder toten Genetisch Veränderten oder deren Teile einer Siedlung ist nur dann genehmigt, wenn die Einwohner der besagten Siedlung einen schwerwiegenden Verstoß gegen den §1 begangen haben. Solch eine Aktion darf nur von einem kommandierenden Offizier vom Rang eines Kapitänleutnants oder höher befohlen werden. Dieser Offizier trägt die alleinige Verantwortung für diesen Befehl.

§ 18 Unerlaubtes Fernbleiben der Truppe, Desertation

Absatz 1
Sollte ein Besatzungsmitglied der Operation "Noah's Dove", egal ob Zivilist oder Soldat, unerlaubt der Truppe fernbleiben, so ist unverzüglich nach Arrestierung der Person ein Kriegsgerichtsverfahren abzuhalten. Dies gilt auch bei Verstößen gegen andere §§ der Zentralen Dienstvorschrift. Die Schwere der Tat ist festzustellen und dementsprechend das Strafmaß festzulegen und durchzuführen.

Absatz 2
Sollte ein Besatzungsmitglied der Operation "Noah's Dove", egal ob Zivilist oder Soldat, desertieren, so ist sofort ein Kriegsgericht einzuberufen, auch wenn die Person noch nicht arrestiert ist. Die Person ist bei Schuldspruch aller seiner Dienstgrade und/oder Privilegien zu entheben. Der Kapitänleutnant hat umgehend über das Ergebnis den Rat zu informieren. Sollte der Rat dem Schuldspruch zustimmen, ist die Person sofort zu exekutieren.

§ 19 Paragraph "Roter Mythos"

Entdeckung und Zerstörung des "Roten Mythos"

Kapitänleutnante der U-Bootflotte und Kommandooffiziere müssen die Sicherheit der Submarine-Ground-Vault 1 vor der Bedrohung, die vom "Roten Mythos" ausgeht, gewährleisten. Sobald die Crew eine positive Erkennung des "Roten Mythos" feststellen, muss der "Roter Mythos-Modus" initiiert werden. Navigationsdaten, Logbücher, Versorgungsmaterial, Operationsaufzeichnungen und wissenschaftliche Aufzeichnungen sind zu sichern. Nur der Kapitänleutnant oder einer seiner Kommandooffiziere kann den Modus beenden.

Zugang zu Aufzeichnungen, die über den "Roten Mythos" gesammelt wurden, sind beschränkt auf die Zugangsstufe blau. Falls die Existenz vom "Roten Mythos" bestätigt wurde, wird der Kapitänleutnant umgehend den Rat informieren.

Informationen über den "Roten Mythos" dürfen nicht an die Zivilisten der Operation "Noah's Dove" weitergegeben werden. Alle anderen Prioritäten sind ungültig, bis die Bedrohung neutralisiert ist. Die §§ 1, 2 Absatz 1, Absatz 2 können während dieser Mission verletzt werden, falls notwendig. Missbrauch über das Wissen des "Roten Mythos" muss unter Ausschöpfung sämtlicher anderer §§ verfolgt werden. Sollte eine – selbst schwerwiegende – Verletzung der §§ 1, 2 Absatz 1, Absatz 2 notwendig werden, so ist dies vom Rat autorisiert und ratsam. Falls der Rat, aus welchen Gründen auch immer, nicht kontaktiert werden kann, hat die Zerstörung sämtlicher Aufzeichnungen über den "Roten Mythos" höchste Priorität. Die persönlichen Aufzeichnungen des Kapitänleutnants müssen entweder verschlüsselt oder gelöscht werden.


15. Kontaktdaten

Um ein einheitliches Auftreten und Verhalten für die Fraktion zu gewährleisten, bitten wir um vorherige Kontaktaufnahme.

Entweder per Facebook an Hans Hoffthaler oder Dwyn MacPhee.

Sobald die Aufnahme geregelt ist, schalten wir Euch für die geschlossene Gruppe in Facebook frei und laden euch auf unseren Discordserver ein.

An der Weiterentwicklung unseres Konzeptes sind wir natürlich interessiert.


16. Anhang

Wörterbuch

| Alt | Maritim |
|---|---|
| Torpedo | Aal |
| schnellstes Tempo | AK (Alle Kraft) |
| schnell in Deckung gehen | Alarmtauchen |
| zusätzliche Last / Gepäck | Ballast |
| ins Haus gehen | an Bord gehen |
| Links | Backbord |
| in Schwierigkeiten sein | In der Bedrullje stecken |
| Fenster | Bullauge |
| Scheinwerfer | Dampferlicht |
| Stockwerk | Deck |
| Extrem schnell, bis zur Überlastung | dreimal Wahnsinnige |
| von der Seite | Dwars- (see, wind) |
| Check-In (z.B. Hotel) | Einschiffen |
| Längenmaße | Faden, Seemeilen |
| Schutz am Kai oder Boot für das An- oder Ablegemanöver | Fender |
| Megaphon | Flüstertüte |
| Regenschutz | Friesennerz |
| Maximaler Rudereinschlag (nur im Notfall) | Hartlage |
| Hinten | Heck / achtern |
| sehr großes Etwas | Kaventsmann |
| ganz unten / Unterseite | Kiel |
| Bett | Koje |
| Küche | Kombüse |
| Fahrtrichtung | Kurs |
| Frontal | Lage Null |
| Leitender Ingenieur | LI |
| Tagebuch | Logbuch |
| Notruf | Mayday |
| Speisesaal | Messe |
| Versorgungs-U-Boot | Milchkuh / Seekuh |
| Richtung eines Objektes (Der Winkel, unter dem sich ein Objekt relativ zum Boot befindet, 0 oder 360 Grad ist direkt voraus. Liegt das Boot z.B. mit der Peilung 0 direkt nach Norden, dann ist 90 Grad im Osten, 180 Grad direkt im Süden, und 270 Grad direkt im Westen.) | Peilung |
| Eimer | Pütz |
| Gewichtseinheiten | Registertonnen, Registerkilo, etc. |
| langsamste Bewegung bei minimaler Geräuscherzeugung | Schleichfahrt |
| Oberlicht | Skylight |
| Koch | Smutje / Smut |
| Rechts | Steuerbord |
| Höchster Punkt | Topp |
| Warnruf = gib acht! | Wahrschau |
| Slang Ausdruck für "großes Durcheinander" | Whooling / Whuling / Zustand |
| Plattform (früher FlaK-Plattform hinter Turm) | Wintergarten |
| Zick-Zack-Kurs | Zacken |
| (Kondens-)Wasser von der Decke | Zeckenpisse |
| Großes Fahrzeug (Schiff) - abfällig | Zossen |