Der Hafen ist noch stärker als der Rest von Waterdeep, erfüllt vom Duft des Meeres. Geprägt vom großen natürlichen Hafen und dem dem Anstieg bis zum Festungsberg, tummelt sich hier so ziemlich alles und jeder.
Der Zugang zum Hafen ist einer der belebtesten Orte in der Stadt und die breiten Handelsstraßen Richtung Ostflur tragen die Massen im stetigen Strom durch das Viertel. Zwischen den Lagerhäusern, Geschäften und Betrieben werden große und kleine Geschäfte gemacht. Zahllose Tagelöhner suchen nach Aufträgen und eifrige Geschäftsmänner sammeln sich Dutzende, um Fässer und Säcke in die Stadt zu holen.
Einiges geht direkt an den Fischmarkt im Hafenviertel, wo nicht nur Fisch gehandelt wird, aber der Großteil der Waren zieht weiter in die Stadt hinein.
Nahe der Hauptadern wird alles von Wachen kontrolliert und die Ordnung aufrechterhalten. Aber um so tiefer man zwischen den teils siebenstöckigen Bauten wandert, um so unübersichtlicher wird das Treiben.
Dicke Luft, Gerüche aus aller Welt und die Auslagen kleiner Geschäfte überfluten die Sinne.
Tagelöhner schlingen gierig ihre Portion Nudeln herunter, Handelsleute suchen abschätzend Träger für ihre nächste Lieferung und Schnäppchenjäger versuchen, einen noch besseren Preis herauszuschlagen.
Die Geschäfte sind häufig in der untersten Zeile der eng an eng gedrängten Wohnhäuser, aber hier und da drängen sie sich auch in eine der vielen Gassen. Wie eine organische Lebensform ändert sich dadurch immer wieder die Struktur der verwinkelten Gassen und sollte sich ein Wanderer hier verirren, kann er nur hoffen, dass ihn einer der hilfsbereiteren Bewohner des Viertels aufliest..
Die neue Viertelbildung hat abseits der Hauptstraßen zu einer neuen Dynamik geführt. Dort wo sich die Wachen nur selten hintrauen, haben sich wehrhafte Bürger gefunden, selbst für die Verteidigung ihrer Seitenstraße zu sorgen. Was großteils nur eine Nachbarschaftshilfe sein sollte, schwang hier und da aber auch zu seltsamen Tendenzen um. Von Straßenstolz und dem Recht der Straße wird dann geraunt und der ein oder anderen Wache wurde bereits erklärt, wo genau das Gesetz gilt und wo nicht.
Ob es eine Reaktion darauf war oder von Anfang an geplant war, lässt sich schwer sagen. Aber der erste Einsatz der Saphirblauen Hände ließ die Unterwelt der Hafenstadt rumoren. Eine komplette Straßen-Gang wurde von ihnen entfernt, im Namen es Rates hieß es.
Alle bis auf einer der Gangster, wurde in rote Wandfarbe verwandelt und der Überlebende in einer blau leuchtenden Stasis zur Festung geschafft.
Seitdem fürchtet man sich vor dem blauen Leuchten in den Gassen des Hafens. Ob als Abkürzung ihres Namens oder als Beschreibung des Geräusches, wenn sie wieder jmd in Stasis versetzen, nennt man sie nur noch Sap’s.
Wenig ist über den Untergrund bekannt. Doch zwei Namen fallen immer wieder. Die kompromisslosen Zhentarim, ihres Zeichens Auftragsmörder der dunkelsten Sorte und die Diebesgilde des Xanathars, die ihrem Namen alle Ehre macht und angebliche Augen auf jedem Weg in Waterdeep hat.